Langsam zum Erfolg

Piet Könnicke

19. Apr. 2022

Es ist ein häufiger Fehler, die man beim Laufeinstieg machen kann: zu schnell laufen.

Laufen heißt nicht schnell zu sein. Vielleicht ist dies die wichtigste Lektion, die es beim Laufeinstieg zu lernen gilt. Meist sind Laufanfänger zu schnell unterwegs und verlieren deshalb auch schnell wieder Lust und Freude. Geduldig und langsam den Körper an Belastung und Anstrengung heranführen, ist das Gebot der ersten Laufeinheiten.


Jeder Laufeinsteiger steht zu Anfang vor der Aufgabe, sein eigenes Tempo zu finden. Manch einer ist vielleicht etwas übermotiviert und fährt nach halber Strecke wieder mit dem Bus nach Hause und knetet sich die Beine. Lerne deinen Körper kennen! Fang ganz locker an und suche dir eine moderate Streckenlänge, von der du weißt, dass sie dich nicht allzu hart fordern wird. Wie du fortlaufend dein Tempo und die Intensität steigerst, tarierst du möglichst geduldig aus. Ein guter Indikator ist dabei die Atmung: Wenn diese ruhig und gleichmäßig ist, du genügend Puste hast, um Dich noch zu unterhalten, dann ist es schnell genug.


Aller Anfang ist schwer, aber du musst es dir nicht zusätzlich erschweren ist, indem du zu schnell läufst. Ohnehin geht es nicht zwingend darum, schneller zu werden, sondern ausdauernder. Wir machen in erster Linie Sport, weil wir uns gut fühlen und Spaß an der Bewegung haben wollen. Hartes Training, in dem du deine Grenzen auslotest, macht erst dann Sinn, wenn du dir eine gute Grundlage geschaffen, also physische und auch mentale Ausdauer angeeignet hast. Wenn das gegeben ist, dann wird dir auch die Anstrengung und die körperliche Belastung mehr Spaß machen. Denn dann spürst du zunehmend, dass du zu mehr in der Lage bist, als du dir aktuell vorstellen kannst.

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