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Die richtige Ernährung

Wunderwirkung der Hühnersuppe

Das ist tückisch: Die ersten milden Temperaturen wie am vergangenen Wochenende verleiten zum Leichtsinn bei der Kleiderwahl. Kurze Hose, kurzärmliges Shirt, Mütze & Co. zu Hause gelassen. Und dann war es – vor allem im Schatten – doch kälter als gedacht. Die Folge: ein dicker Hals und ne Erkältung. Bereits seit Wochen rollt eine Erkältungswelle übers Land – genau zur Unzeit, sind doch Läufer mitten drin in der Vorbereitung aufs Frühjahr. Heilen lässt sich so ein Infekt nicht, höchstens lindern. Und eine Empfehlung gibt es dabei immer wieder: Hühnersuppe! Die soll ja wahre Wunder bewirken. Das stimmt! Doch was vermag eine Hühnersuppe, was Pillen, Tropfen, Balsam vermeintlich nicht so gut schaffen?

 

Wie andere WissenschaftHeilmittel Hühnersuppeler in Studien zuvor hat sich auch Sandy Allonen, klinische Ernährungsberaterin des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston mit der Frage beschäftigt. „Studien haben gezeigt, dass eine herzhafte Hühnernudelsuppe dazu beitragen kann, die verstopfte Nase und Erkältung​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ssymptome zu lindern", sagt Sandy Allonen und betont: „Es geht nur um die Zutaten.“

Hühnchen

Hühnchen ist voller Eiweiß, das das​​​​​​​ Immunsystem unterstützt. Es ist auch eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe wie B-Vitamine, die die Immunität stärken und die Verda​​​​​​​uung regulieren. „Hühnchen ist auch reich an Tryptophan, das dem Körper hilft, Serotonin zu produzieren, das die Stimmung verbessert und das Gefühl von Komfort, sagt Allonen.

Nudeln

Die Nudeln in der Hühnernudelsuppe dienen als Sättigungsbeilage, die gerade bei Appetitlosigkeit hilft, dass man gesättigt ist. „Kohlenhydrate sind die bevorzugte Energiequelle für den Körper. Wenn Sie also eine gute Dosis durch Suppe einnehmen, fühlen Sie sich weniger träge“, sagt Allonen.

Gemüse​​​​​​​

Karotten, Sellerie und Zwiebeln, die üblicherweise in Hühnernudelsuppe vorkommen, sind eine hervorragende Quelle für die Vitamine C und K sowie für andere Antioxidantien und Mineralien. „Dies hilft nicht nur, ein gesundes Immunsystem aufzubauen, um Viren abzuwehren, sondern auch, dass sich Ihr Körper schneller von Krankheiten erholt", sagt Allonen.

Gemüse wie Karotten sind auch reich an Beta-Carotin und können aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften zur Verringerung der Symptome beitragen.

 

Eine klare Brühe ist warm und beruhigend und gut als Flüssigkeitszufuhr, besonders wenn Halsschmerzen einem eher vom Trinken abhält. Und eine Gewürzprise macht Sinn. „Vielleicht denken Sie, dass zusätzliches Salz und andere Gewürze nicht gut für Sie sind Aber in Maßen können diese Gewürze dazu beitragen, das Gefühl dumpfer Geschmacksknospen zu bekämpfen", sagt Allonen. „Ein Geschmacksverlust ist bei Erkältungen üblich, aber wie be​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​i jedem Geschmacksverstärker ist Salz großartig, um Sie dazu zu bringen, mehr zu essen."

Allonen weist jedoch darauf hin, ​​​​​​​​​​​​​​dass die Natriumzufuhr zu begrenzen ist bei Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder einer anderen Erkrankung.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

 

Und selbst der Dampf einer frisch gekochten Hühnersuppe ist heilsam. Er kann die Atemwege öffnen und das Atmen erleichtern. Es hat auch eine milde entzündungshemmende Wirkung​​​​​​​, die dazu beitragen kann, die Muskeln zu entspannen und die Beschwerden bei Erkältungssymptomen zu lindern. Vollständig von einer Erkältung kurieren kann eine Hühner- oder Gemüsesuppe jedoch nicht.

Wichtig ist zudem, das Training im Fall einer Erkältung zu reduzieren oder ganz zu streichen. „Unser Organismus hat genug damit zu tun, gegen den Infekt anzukämpfen. Belaste ich ihn zusätzlich, schwäche ich ihn umso mehr und verlängere den Genesungsprozess“, sagt ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​. Er empfiehlt moderate Bewegung wie einen Spaziergang. „Das aktiviert den Kreislauf und Stoffwechsel ausreichend, wodurch Abwehrkräfte stimuliert werden.“ Zudem rät der Laufcoach, lieber zwei, drei Tage komplett das Training ruhen zu lassen und dann wieder mit einer niedrigschwelligen Belastung zu beginnen, wenn die Erkältungssymptome abklingen. „Dauern diese an und kommt gar Fieber hinzu, ist unbedingt zu pausieren“, betont der Trainingsexperte.

 


Wasser, Elixier des Lebens

 

Ohne Wasser läuft nichts. Das gilt im doppelten Wortsinn. Unser Körper besteht größtenteils aus Wasser, allein die menschliche Lunge ist zu 90 Prozent wässriges Milieu. Ohne Nahrung kann der Mensch einige Wochen überleben, ohnbottlee Wasser nur ein paar Tage. Für viele wichtige Körperfunktionen spielt Wasser eine wesentliche Rolle: bei der Verdauung, als Transporteur, als Regler für die Körpertemperatur. Letztere steigt natürlich bei sportlicher Betätigung – und das umso mehr in der warmen Jahreszeit. Durch Schwitzen wird unser körpereigenes Kühlsystem aktiviert. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist aber nicht nur bei sportlicher Anstrengung bei erhöhten Temperaturen wichtig, sondern grundsätzlich notwendig. In vielen publizierten Empfehlungen wird geraten, bis zu zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Wissenschaftliche Belege, welche Menge zu viel oder zu wenig ist, gibt es jedoch nicht. Ein erster wichtiger Indikator für einen guten Flüssigkeitshaushalt, ist die Farbe des Urins: Er sollte im Laufe des Tages klar bis hellgelb sein. Wie viel Wasser der Organismus aus der Nahrungsaufnahme filtern muss, damit der Stoffwechsel optimal funktional, ist nicht exakt bestimmt und zudem von Mensch zu Mensch unterschiedlich – wie aktiv er ist, von seiner Umgebung und auch von der Ernährung. Ratsam ist auf jeden Fall, über den Tag verteilt acht Gläser (0,3 Liter) Wasser zu trinken. Wer zudem Obst, frischen Salat und frisches Gemüse isst, sorgt auch dadurch für eine gute Flüssigkeitszufuhr. Im Sommer sollte bereits bis zu zwei Stunden vor einem Training immer wieder ein kleiner Schluck Wasser getrunken werden. Wer eine Einheit von mehr als einer Stunde plant, sollte auch während des Trainings trinken, um gut hydriert zu bleiben. Und nach dem Training sollte innerhalb einer halben Stunde der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, nicht nur durch Wasser oder ein isotonisches Getränk: Einer der besten Durstlöscher ist ein Stück Wassermelone, denn sie enthält nicht nur viel Wasser, sondern auch Antioxidantien und leicht verdauliche Kohlenhydrate.


Beerenstark durch den Sommer

 

Obst ist beste Sportlernahrung. Und für jeden, der sich gesund ernähren will, gehört Obst auf die Einkaufsliste. Es ist ein natürlicher Lieferant wichtiger Vitamine und Mineralien, die zum Sport genauso gehören wie Turnschuh und die Dusche danach. Das Gute: Obst ist nicht teuer, es passt in jede Sporttasche und braucht keine lange Zubereitung. Die Obstkörbe in Super- und auf Frischemärkten sind das ganze Jahr über prall gefüllt. Aber am besten schmeckt es, wenn es frisch ist. berryBeerenstark sind die Monate Juni, Juli und August. Es ist die Erntesaison für Blau- und Johannis-, Erd- und Brombeeren. Es sind wahre Kraftpillen. Doping, das erlaubt ist. Als natürliches Heil- und Präventionsmittel gegen  Entzündungen gilt die Heidelbeere. In ihr steckt eines der stärksten natürlichen Antioxidantien. Studien zeigen, dass Heidelbeeren eine Substanz enthalten, die konkret die Ablagerungen in den Arterien zurückbildet und somit das Risiko für Arteriosklerose verringern. Auch die Erdbeere gehört zum regionalen Superfood. Für Läufer sind sie in der Frühsommerzeit nahezu ein absolutes Muss. Sie enthalten sehr viele Vitamine und Mineralien. Besonders der Vitamin-C-Gehalt zur Stärkung der Abwehrkräfte ist hervorzuheben und auf 100 Gramm gemessen ist er höher als bei Orangen oder Kiwis. Auch für starke Knochen sind Erdbeeren gut, denn der hohe werden die Faszien gestärkt – neben Faszienrolle und Yogamatte gehören also auch Erdbeeren zum Dehnungsprogramm. Der Genuss von Erdbeeren fördert zudem die Produktion von Melatonin und Dopamin. Dadurch können wir besser schlafen und haben bessere Laune. Hervorzuheben ist auch der hohe Gehalt an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die sind für eine gute Verdauung sowie zum Schutz vor Krebs und Arteriosklerose. Durch ihren hohen Wassergehalt sind Beeren schließlich auch gute Durstlöscher und helfen vor allem im Sommer, wenn viel geschwitzt wird, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.


 

Ernährung gegen Erkältungen

Wer einen grippalen Infekt erleidet, hat viele Möglichkeiten, durch die richtige Ernährung entgegenzuwirken. Viele Lebensmittel besitzen entzündungshemmende und antibakterielle Inhaltsstoffe, die entweder Erkältungen vorbeugen oder einschränken können. Im Folgenden möchten wir darüber informieren welche davon besonders hilfreich sind, um einer Erkältung den Kampf anzusagen und warum.


VITAMIN C

Ohne dass Naturwunder Vitamin C geht im menschlichen Immunsystem gar nichts. Jedes Lebewesen, das atmet, produziert bei seiner Atmung freie Radikale. Was sich zunächst nach einer politischen Vereinigung anhört, sind aber tatsächlich sauerstoffhaltige Moleküle, welche unsere Zellen angreifen und unschädlich machen. Dadurch entstehen Krankheiten. Vitamin C bekämpft diese und steigert die Antiacerolakörperproduktion, besitzt also eine antioxidative Wirkung. Während eines grippalen Infekts vervielfacht sich somit der Vitamin C-Bedarf besonders. Daher greifen viele Menschen auf chemisches Vitamin C in Pulverform zurück, um einen möglichen Mangel oder erhöhten Bedarf schnell auszugleichen. Tatsächlich aber werden pflanzliche Vitamin-C-Lieferanten viel besser aufgenommen. Objektiv geringere Dosen erreichen nachgewiesen einen größeren Effekt, ohne den Darm zu belasten. Daher empfehlen wir auf Lebensmittel zurückzugreifen, welche ein natürliches, reichhaltiges Vorkommen des Vitamins beherbergen:

Paprika: Bestens geeignet für eine Vielzahl an Gerichten und dreimal so reich an Vitamin C als beispielsweise die Orange. Darüber hinaus besitzt Paprika auch viele andere wichtige Nährstoffe, wie Kalzium, Eisen oder Magnesium. Ungekocht im Salat ist sie übrigens am gesündesten.

Brokkoli: Auch eine allseits beliebte Beilage. Hier ist es genau andersrum, denn Brokkoli entpuppt sich erst gekocht als wahre Vitaminbombe. Außerdem enthält es neben viel Vitamin C auch das Antioxidativ Sulforaphan, das ebenfalls das Immunsystem stärkt und Krebs vorbeugen kann.

Sanddornsaft: Mit dem Fruchtfleisch des Sanddorns wird Saft hergestellt, welcher dreimal so reich an Vitamin C ist wie die Paprika. Gerade in Brandenburg ist es möglich, Sanddornsaft in Bioläden zu kaufen, denn nirgendwo sonst in Europa wird die Strauchbeere auf so großer Fläche angebaut wie hier.

Hagebutte: Die Hagebutte wird wegen ihres enormen Vitamin-C-Gehaltes auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Sie gilt als therapeutische Allzweckwaffe, wenn es um die Steigerung der Abwehrkräfte geht. Zubereiten kann man sie als Marmelade oder aber auch als Tee trinken.

Acerola Kirsche: Diese südamerikanische Frucht enthält so viel Vitamin C wie kaum eine andere. Sie besitzt im besten Fall doppelt so viel Vitamin C wie der Sanddornsaft und ist damit die absolute Nummer eins unter den Vitamin-C-Bomben. Acerola ist als Saft in nahezu jedem Biomarkt erhältlich, auch als natürliches Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform. Doch bevor man zu Pulvern aus der Apotheke oder dem Onlineshop zurückgreift, raten wir stets sich, am natürlichen Tisch zu bedienen.


ZINK

Neben Vitamin C ist besonders Zink ein äußerst wirksames Antioxidativ. Es fördert die Produktion so genannteausternr Fresszellen, welche die freien Radikale zu unschädlichen Molekülen neutralisieren. Außerdem wird Zink für die Bildung von T-Zellen benötigt. T-Zellen sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die im Knochenmark gebildet werden. Sie können kranke Zellen erkennen und diese gezielt absterben lassen. Aber die T-Helferzellen sind nicht nur auf Krawall aus, sondern schützen auch intakte Zellen und verhindern, dass bei einer erneuten Ansteckung die gleichen Erreger nicht nochmal das Immunsystem angreifen können. Zinkt wirkt also nicht nur mildernd bei einer Erkältung, es beugt zudem auch vor. Weiterhin fördert Zink die Neubildung gesunder Schleimhautzellen sowie die Regeneration von infiziertem Gewebe im Hals -und Rachenbereich. Die folgenden Lebensmittel enthalten einen hohen Zinkanteil: 

Kalbsleber: Wer trotz Erkältung nicht auf ein leckeres Hauptgericht mit Fleisch verzichten möchte, ist bestens damit beraten, eine Kalbleber zu braten. Diese enthält weitaus mehr Zink als beispielweise Rindfleisch, welches auch schon einen hohen Anteil besitzt. 

Emmentaler: Unter den Käsesorten ist Emmentaler der mit dem höchsten Zinkanteil. Aber auch Edamer oder Gouda sind gut geeignet, um sich während des Frühstücks oder Abendbrots gegen mögliche Infekte zu wappnen. 

Kürbiskerne: Sie müssen nicht großartig zubereitet werden oder mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Man kann sie überall mithinnehmen, ab und zu von ihnen naschen und nimmt somit nebenbei genug Zink auf, um sein Immunsystem zu stärken.

Weizenkleie: Wer gerne am Morgen Müsli isst, sollte bei einer Erkältung unbedingt neben zinkreichen Haferflocken etwas Weizenkleie untermischen.

Austern: Diese Meeresfrüchte bekommen zwar nicht jedem und sind auch etwas teurer als die meisten anderen, besitzen aber mit dem höchsten Zinkanteil überhaupt.

 

HAUSMITTEL

Natürlich sollte man bei einem grippalen Infekt nicht auf die guten, altbewährten Hausmittel verzichten. Einer dieser hühnersuppeabsoluten Klassiker ist zum Beispiel die Hühnersuppe. Diese besitz eine entzündungshemmende Wirkung. Durch die Hitze der Suppe werden Schwellungen der Schleimhäute in den Atemwegen gelöst. Da Grippevieren temperaturempfindlich sind, werden sie dadurch in ihrer Vermehrung gehemmt.

Jedem bekannt sein müsste Ingwer als bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen. Das Gewächs besitzt einen aromatischen Scharfstoff namens Gingerol. Im Tee entfaltet diese eine Stärkung des Immunsystems und fördert die Durchblutung. Darüber hinaus enthält die Ingwerwurzel das ätherische Öl Oleoresin. In Kombination mit dem Oleoresin verleiht Gingerol dem Ingwer eine entzündungshemmende Wirkung und lindert gereizte Schmeimhäute.

Schnell zu neuen Kräfte verhilft auch die Pellkartoffel, da sie reich an Kalium ist. Auch gedünsteter Reis, gegartes Gemüse, Suppen, klare Brühe, Grießbrei oder Püree sind leichte Mahlzeiten, die den Organismus nicht belasten und ihn mit wichtigen Mineralien versorgen, die durch Schwitzen oder auch Medikamente verloren gehen. Schwere Kost mit viel Fleisch und fettiger Wurst stört hingegen eine schnelle Genesungskur. 

Die gute, alte Knoblauchzehe stinkt nicht nur, sondern besitzt auch eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit. Die in der Zehe enthaltene Schwefelverbindung Allicin ist gleichzeitig für den Geruch des Knoblauchs und für dessen heilende Eigenschaft verantwortlich. Diese wird freigesetzt, wenn der Knoblauch geschält und gehakt wird. Das Allicin fördert die Produktion antioxidativer Enzyme. Es werden vermehrt freie Radikale abgefangen. Teilweise wird Knoblauch auch als natürliches Antibiotika bezeichnet, da es im Vergleich zu chemischem Antibiotika den größten Teil des menschlichen Immunsystem stärkt. Damit ist die Darmflora gemeint, die desto besser sie intakt ist eine bessere Aufnahme und Verwertung an Nährstoffen ermöglicht.

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